Das Viertel “Santa Catalina” ist eines von zahlreichen Ortsteilen, aus denen sich das zentrale Stadtgebiet der Inselhauptstadt Palma de Mallorca zusammen setzt. Es beginnt auf einer kleinen Anhöhe die früher an das Meer und heute an den

Santa Catalina

Santa Catalina

Paseo Matritimo grenzt und reicht im Norden bis an die Straße der Windmühlen, die Carrer Indústria. Weiter landeinwärts schließen sich die beiden Ortsteile Son Españolet und Son Armadans an.

Santa Catalina gehört zu den traditionellen und typischen Stadtteilen von „Ciutat“, so wie die Einheimischen Palma de Mallorca nennen. Nach dem Niedergang der dort angesiedelten Handwerksbetriebe im beginnenden 20. Jahrhundert, belebt sich der ehemalige Vorort von Palma heute wieder neu. Die wohl bekannteste Attraktion im neuen Szeneviertel, einmal abgesehene von trendigen Bars und kulinarisch abwechslungsreichen Restaurants, ist die Markthalle, der „Mercat de Santa Catalina“. Hier werden allmorgendlich wie eh und je typisch mallorquinische Produkte feilgeboten – frische Fleisch- und Wurstwaren, Fisch und Meeresfrüchte, Gemüse, Obst und Weine gehören dazu.

Typische Gebäude

Typische Gebäude

Zur Historie: Der Ursprung des pittoresken Stadtviertels war einst die Siedlung von „El Jonquet“. Dieser ursprüngliche Name bezieht sich auf ein mit Schilf und Binsen bewachsenes Gebiet, welche aufgrund der Nähe zum Meer dort wild und reichlich wuchs. Bedingt durch seine Lage unmittelbar am Meer und unweit des Hafens wurde das Viertel in alten Zeiten hauptsächlich von Fischern und kleineren nautischen Handwerksbetrieben wie Segel- und Seilmachern bewohnt. So entstanden um die 19. Jahrhundertwende die typischen Häuserzeilen mit einem oder zwei Stockwerken und den charakteristischen kleinen Balkonen. Einige der ursprünglichen Häuser erinnern vor allem im meernahen Bereich und um die Markthalle herum auch heute noch an jene Zeit. Sie tragen viel zum Charme des ehemaligen Fischerviertels bei. Zeugnisse längst vergangener Zeiten sind auch die bekannten Jonquet- Mühlen, von denen heute nur noch zwei zu sehen sind sowie die vier Mühlen in der Carrer Indústria.

Traditionelle Windmühle

Traditionelle Windmühle

Im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert erlebte Santa Catalina eine erste Blütezeit. Zahlreiche Jugendstil -Gebäude wie das Theater „Mar y Tierra“ erinnern auch heute noch an jene Tage.

In direkter Nachbarschaft befindet sich ebenfalls die St. Magín Pfarrei, ein Gesundheitszentrum, Schulen, ein Postamt, Banken sowie kleine ruhige Hotels, Restaurants mit gehobener Küche oder trendige Bars und urige Boutiquen. Sie machen Santa Catalina mehr und mehr zu einem wirklichen Szeneviertel, das mit seinen eigenen, ganz besonderen Charme zu begeistern weiß.