Mehr Recycling beim Hausmüll

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Hausmüll: ein echtes Problem auf Mallorca
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Gefräßig: die Müllverbrennungsanlage Son Reus

Das Thema „Hausmüll“ stinkt ja auf Mallorca fast schon traditionell zum Himmel.  Waren es bis in die neunziger Jahre vor allem die illegalen Müllkippen, die der Landschaft Mallorcas zu schaffen machten, lief denen schon bald die viel zu groß dimensionierte Müllverbrennungsanlage Son Reus den Rang ab.  Diese wurde in der zweiten Ausbaustufe für ein Volumen von 700.000 t pro Jahr ausgelegt. Das ist fast doppelt soviel, wie der tatsächliche Anfall von Müll auf Mallorca heute ausmacht.

Die Bewohner und Gäste Mallorcas erzeugen jedes Jahr rund 400.000 Tonnen an Haushaltsabfällen. Aufgrund der Überdimensionierung der Müllverbrennungsanlage kamen bis zum Jahre 2014 weitere 30.000 Tonnen aus Irland und 60.000 Tonnen aus Katalonien hinzu, die im Rahmen von Übereinkünften mit der auf Mallorca tätigen Betreiber-Firma TIRME importiert wurden, um hier auf der Insel verbrannt zu werden. Eigentlich sollte zusätzlich auch noch aus Italien Hausmüll importiert werden, doch die Verhandlungen scheiterten – gottseidank – im letzten Augenblick.

Mit dem Regierungswechsel im Jahre 2015 wurden die skandalösen Müll-Importe schließlich wieder vollständig eingestellt. Seither geht es auch mit dem Recycling Bemühungen der Bewohner Mallorcas bergauf.  So stieg der Anteil von recyceltem Müll von nahezu Null auf immerhin 9 % im Jahre 2016.  Damit werden mittlerweile immerhin jährlich rund 30.000 t an Haushaltsabfällen einer Wiederverwertung zugeführt.

Angesichts eines immer weiter anwachsenden Schlackenberges, den die Müllverbrennungsanlage seit 1994 generiert, ist dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung.

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und der Berg an Schlacken wächst…

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