Aufbereitung von Leitungswasser auf Mallorca

Woher stammt das Leitungswasser auf Mallorca?

Mallorca verfügt im Tramuntana-Gebirge über Trinkwasserseen.  Bei ausreichenden Regenfällen versorgen diese Großteile der Insel.  Viele Häuser verfügen über Zisternen, die zudem Regenwasser sammeln. Eine große Seewasser-Entsalzungsanlage sichert die Wasserversorgung auf Mallorca, falls die Regenwasser-Vorräte nicht ausreichen.

Was beinhaltet das Leitungswasser?

Das Wasser beinhaltet zu viel Nitrat, Kalk und Chlor sowie Natriumchlorid.

Das Wasser aus den Zisternen enthält Ablagerungen,  die das Wasser zum Trinken unbrauchbar werden lassen und gesundheitsgefährdende Bakterien beinhalten kann.

Der hohe Nitratgehalt lässt sich auf den landwirtschaftlichen Gebrauch von Düngemittel zurück führen. Die zulässige Menge von 50 mg Nitrat pro 1 Liter Trinkwasser ist häufig überschritten.

Wenn der Grundwasserspiegel auf Mallorca absinkt, gelangt Meerwasser in das Grundwasser. Dies sorgt dafür, dass das Wasser teilweise einen hohen Nariumchlorid-Gehalt (Kochsalz) aufweist.

Zudem ist das Wasser auf Mallorca sehr kalkhaltig, da Mallorca aus kalkhaltigem Inselgestein besteht. Der hohe Kalk- und Salzgehalt ist nicht nur ein Problem für den Körper sondern auch für Haushaltsgeräte,  Heizungsanlagen, Wasserboiler etc.  die schnell verkalken und rosten.

Zwecks Desinfizierung wird Chlor dem Leitungswasser beigemischt. Gesundheitsschädlich ist dies nicht, jedoch wird das Wasser durch den starken Chlorgeruch und Geschmack ungenießbar.

Vielfach schwanken die Werte der Trinkwasser-Qualität auf der Insel.  Die Grenzwerte entsprechen zwar internationalen Vorschriften, aber die königliche Verordnung sieht Ausnahmesituationen vor. Dies verschafft den Wasserversorgern Spielraum und Haushalte werden bei minderer Trinkwasserqualität nicht informiert.

Welche Lösungen gibt es?

Natürlich gibt es die Möglichkeit, dass Wasser abzukochen. Dadurch verbessert sich jedoch nicht zwangsläufig die Qualität des Wassers und der schlechte Geschmack bleibt ebenfalls enthalten.
Inselbewohner kochen daher mit Mineralwasser, welches günstig in Kanistern zu kaufen ist.  Wer nicht tragen möchte, kann für einen kleinen Aufpreis auf den Liefer-Service vieler Supermärkte zurück greifen.

Einige Bewohner Mallorcas greifen auf Wasseraufbereitungsanlagen zurück. Das Angebot ist vielfältig. Fachhändler bieten Duschfilter, Untertischfilter, Spezialfilter für Brunnen und Zisternen bis zu Aufbereitungsanlagen für den gesamten Haushalt.

Quelle Foto: http://www.arteyfotografia.com.ar/1318/fotos/8855/

4 Comments

  • 18. April 2011 - 16:19 | Permalink

    Es ist nicht allgemein bekannt, dass k e i n Filter Kalk oder Salz aus dem Wasser entfernen kann, sondern entsprechend seiner Feinheit nur Feststoffe mit der entsprechenden Korngrösse zurückhält. Es wird zwar immer wieder angepriesen, aber es gibt nur eine einzige wirksame Methode, das Wasser von Chemikalien, Mineralien, Nitraten usw. zu befreien: Die Umkehrosmose.
    Allerdings funktionieren z.B.Kleinanlagen nicht dauerhaft, weil jene für diese Mineralienbelastung nicht konstruiert sind, sie versagen nach kurzer Zeit, die Membrane versagt wegen Scaling und die Filter werden sehr schnell verstopft sein. Ausserdem ist Chlor für Osmose Membranen tödlich.
    Sinnvoller ist es, eine grössere Anlage mit einer Literleistung von ca.
    150 L/h zu verwenden, da dann nicht nur das Leitungssystem geschützt ist, sondern die Wasch- und Spülergebnisse 100%ig sind. Keine trüben Gläser mehr, Duschvergnügen der gehobenen Art.
    Um einen dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, muss das Rohwasser entsprechend aufbereitet werden. Chlor muss entfernt werden. die Membran muss dem hohen Salzanteil widerstehen usw.

  • 18. April 2011 - 16:21 | Permalink

    Sie schrieben, dass Mallorca über Seen in der Tramuntana verfügt, aus denen das Trinkwasser entnommen wird.
    Das stimmt nur für den Bereich Palma.

    Alle anderen Gebiete, rund um die Insel, vor allem in Küstennähe, werden von jeweils separaten Brunnen versorgt, mit Salzgehalten bis zu 8g/Liter und Kalk/Härtegraden von ca. 150ºf, was etwa das fünffache der normalen Härte in Deutschland darstellt. Hinzu kommt noch brauner Schlamm, der nach Messungen ebenfalls bis zu 5g/Liter beträgt.
    Also alles sehr bedenklich. Vor einer Belastung durch Legionellen
    (Legionärskrankheit) muss auch gewarnt werden. Deshalb haben wir auch einen Firmenzweig, der sich mit der Desinfizierung von Leitungen befasst.

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