Grünes Licht für Mallorca: Strom aus erneuerbaren Energien

Ab dem Frühjahr 2012 will die spanische Genossenschaft Som Energia Naturstrom auf Mallorca anbieten. Die Organisation kauft als erste Spaniens Ökostrom aus vorhandenen Quellen, um sie an ihre Mitglieder zu verkaufen. Dabei sind die Mitglieder gleichzeitig Miteigentümer der Genossenschaft. Damit sich der Stromeinkauf rechnet, müssen mindestens 350 Mitglieder auf Mallorca gewonnen werden. Mitglieder zahlen einmalig einen Beitrag von 100 €, der bei Austritt aus der Gesellschaft zurückerstattet wird. Die Wartung und der Kundendienst erfolgt weiterhin durch den Stromkonzern Gesa-Endesa. Auch Mieter können unabhängig vom Vermieter wechseln. Der Ökostrom wird zu gleichen Preisen angeboten, wie herkömmlich produzierter Strom. Mitglieder bestimmen mit, wie sich die Genossenschaft weiterentwickelt. Investitionen in den Ausbau der alternativen Energieproduktion können ab einer Einlage von 500 € getätigt werden.

Zukünftig soll der Strom auf Mallorca eigenproduziert werden. Neben Solaranlagen ist der Einsatz von Windkraft sowie Biogas- und Biomasse geplant. Aktuell baut die Genossenschaft Photovoltaik-Anlagen in Katalonien. Weitere Installationen von Solarpanelen auf öffentlichen Gebäuden sind bereits in Planung.

In Nordeuropa ist diese Idee bereits praxiserprobt. In Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Dänemark sind Hausbesitzer Mitglieder in gemeinnützigen Genossenschaften, die erneuerbare Energie durch Windmühlen, Sonnenkollektoren oder Biogasanlagen bereitstellen.

 

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