Fornalutx

Fornalutx

Inmitten üppiger Orangen- und Zitronenplantagen liegt Fornalutx, das malerische, denkmalgeschützte und mehrmals als schönster Ort prämierte Dorf Spaniens. Es schmiegt sich an die Bergflanke des mächtigen Puig Major, der höchsten Erhebung des Tramuntana-Gebirges im Nordwesten der Insel Mallorca. Die Gebirgskette, die das fruchtbare Tal umschließt, bestimmt das Klima und beschert den Bewohnern eine reiche Ernte von den tausenden hier wachsenden Orangen- und Zitronenbäumen.

Nur etwa fünf Kilometer nordöstlich von Soller, bezaubert das 500 Einwohner zählende Bergdorf seine Besucher mit seiner eigenwilligen, an die Struktur der Berge angepassten Bebauung und seine kleinen verwinkelten Gassen, die über steile Steintreppen verbunden werden. Im malerischen Fornalutx scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die typisch mallorquinischen Bruchsteinhäuser sind teilweise mit Galerien und Holzbalkonen versehen, die bisweilen durchaus an arabische Baustile erinnern. Auch der ungewohnte Ortsname lässt vermuten, dass die Gründung bis in die Zeit der arabischen Besatzung der Insel zurückreicht. Der Ort sieht größtenteils auch heute noch so aus, wie bei seiner ersten schriftlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert. Viele Gebäude sind großartig erhalten und wurden über die Jahrhunderte hinweg immer wieder liebevoll restauriert.

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Plaza España

Anmutig und mit viel Ambiente bezaubert vor allem auch die schöne Plaza España und die höher liegende Pfarrkirche“ Navidad de Nostra Señora“ aus dem 16. Jahrhundert. Hier fallen eine schlichte Marienfigur am Außenportal und eine Sonnenuhr an der Hauptfassade ins Auge. Im Innenraum befindet sich eine restaurierte Orgel aus dem Jahre 1584. Der mit großen Platanen bewachsene Hauptplatz wird von gepflegten historischen Bruchsteinhäusern gesäumt, die teilweise mit üppigem, buntem Blumenschmuck verziert sind. Auch einige Geschäfte mit traditionellen mallorquinischen Waren und zahlreiche urige Restaurants und Cafés gibt es am Platz. Das alte Waschhaus wird auch heute noch von den Bewohnern genutzt.

Mitten im Ort steht auch ein verwunschener Brunnen. Man sagt ihm nach, dass jeder Besucher, der aus ihm trinkt, nach Fornalutx zurückkehren wird. Viele der Bauwerke sind nicht nur mit

Fornalutx

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Blumen, sondern auch mit handbemalten mallorquinischen Fliesen verziert. Ebenso wie die bemalten Dachschindeln sollen ihre Muster und Symbole Unglück von den Bewohnern fernhalten. Und auch einige größere Bauwerke gibt es. Die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammenden, prächtigen Herrenhäuser dienten den früheren Gutsherren der Umgebung als Winterquartiere.

Das fruchtbare Tal von Soller mit seinen Orangen- und Zitronengärten, die frische Bergluft und die Silhouette des mächtigen Tramuntana-Gebirges, geben dem mehrfach ausgezeichneten Bergdorf seinen einzigartigen Rahmen. Durch die traumhafte Lage und das malerische Ambiente fühlen sich vor allem auch Künstler und Literaten angesprochen und lassen sich gern von der Natur, der Architektur und nicht zuletzt auch von der bunten Mischung seiner Bewohner inspirieren.