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Die Platja d´Es Trenc

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Platja de Sa Rapita

Er ist der letzte große unbebaute Naturstrand Mallorcas, wurde über viele Jahre lang als heißer Geheimtipp unter Insel-Insidern und Einheimischen gehandelt und hätte eigentlich längst mit dem Prädikat „Naturpark“ geadelt werden sollen. Doch dem Flächennutzungsplan von 1991 sind die insgesamt fast sechseinhalb Kilometer feiner Sand mit dem vorgelagerten türkisblauen Meer seinerzeit einfach durch die amtlichen Maschen geschlüpft.

Inzwischen wurden im Hinterland des Traumstrandes Hotelanlagen und Poloplätze geplant und wieder verworfen. Und auch als Tipp taugt das Paradies mit den karibischen Badequalitäten nicht mehr – dazu sind die heißen Meilen zwischen der Colonia de Sant Jordi und dem Sporthafen von Sa Rápita einfach zu überlaufen – zumindest in den Hochsommermonaten.

Wohl auch wegen des von Jahr zu Jahr steigenden Erfolgs von Es Trenc mit entsprechend steigenden Besucherzahlen bezieht die aktuelle Regierungs-Koalition erneut Stellung. Sie will den Strand, den Landstrich dahinter und das Meer davor in den Status eines Naturparks überführen. Der „Parque Natural de Es Trenc  y Salobrar de Campos“ wird – wenn die Gespräche mit Opposition, Stadtrat von Campos und Landeignern erfolgreich verlaufen – 1.448 Hektar an Landfläche umfassen. Hinzu kommen 2.225 Hektar an der Küste vorgelagertem Meer der in den Nationalpark zu Wasser und zu Lande von Cabrera übergeht.

Mit diesem beachtlichen Projekt könnte die Regierung der Balearen nach vielen Jahren der Zurückhaltung im Bereich des Natur- und Umweltschutzes endlich wieder einen deutlichen Impuls für eine nachhaltigere Nutzung der Insel geben.IMG_0121