Eine Saison der Superlative geht zu Ende

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Volle Orte, volle Strände – volle Kassen.

Fast vorbei! Noch zwei, drei Wochen, dann wird man auf Mallorca nach einem Sommer, der einmal mehr alle Rekorde IMG_9338geschlagen hat, wieder auf- und durchatmen können. Dabei sind fast alle wichtigen Ressourcen der Insel an ihre Grenzen gestoßen. An Trinkwasser, das schon zum Sommerbeginn auf Grund fehlender Regenfälle im vergangenen Winter knapp war, mangelt es mittlerweile bedenklich. Viele Brunnen sind ausgetrocknet, die Meerwasserentsalzungsanlagen laufen auf Hochtouren und der Salzgehalt des Grundwassers steigt im Küstenbereich immer weiter an. Und trotzdem mussten einige Kommunen wie Sóller oder Bunyola zumindest zeitweise den Bürgern den Wasserhahn zudrehen.

Selbst das Straßennetz stößt an seine Grenzen. An vielen Punkten rund um Palma kommt es in diesen Tagen regelmäßig zu Staubildungen. Vier der unfallträchtigsten Strecken Spaniens liegen auf den Balearen und die Parkmöglichkeiten zum Beispiel an allen beliebten Stränden, aber auch in Palma oder vor großen Einkaufszentren reichen einfach nicht mehr aus.

Auch an den Stränden wird´s eng, hier liegt meist Handtuch an Handtuch und selbst kleine, abgelegene Buchten sind hoffnungslos überlaufen.

Das beklemmende Gefühl von Überfüllung kommt nicht von ungefähr. Noch vor Abschluss der Saison haben findige Angestellte des Amtes für Statistik (IBESTAT) ausgerechnet, dass die Belegungsdichte in den Hochsommermonaten bedenklich ansteigt. Genauer gesagt: um 42 Prozent nahm in den vergangenen 20 Jahren der Bevölkerungsdruck im Hochsommer zu. Bis zu 402 Bewohner kommen aktuell zwischen Juni und September auf jeden Quadratkilometer mallorquinischer Scholle. Damit liegt die Personendichte sogar noch vor überbevölkerten Staaten wie Indien.

Wohl auch deshalb versucht die Inselregierung die Reißleine zu ziehen und denkt laut über eine mögliche Beschränkung der Gästezahlen für die kommenden Mallorca Sommer nach.

Vielleicht kein falscher Gedankengang, wenn es gelingt, Überhänge vor allem dort anzubauen, wo sie den Inseln und ihren ständigen Bewohnern am Wenigsten bringen: im all-inclusive-Bereich.

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