Deutsche Dörfer stehen vor dem Verfall. Das ist den Schlagzeilen zu entnehmen. Aufgrund der vermehrten Abwanderung ist bereits von einer „stillen Immobilienkrise“ auf dem deutschen Lande die Rede. Die Immobilien auf den Dörfern verlieren an Wert.

Nicht so auf Mallorca. Mallorquinische Dörfer sind beliebte (Zweit-) /Wohnsitze. Wer dem Stadtleben müde ist, genießt die Idylle und Authentizität der mallorquinischen Dörfer.

Viele Dörfer sind umgeben von dem Tramuntana-Gebirge, was vielfach bedeutet, von der Haustür aus loswandern zu können. Sie bieten Ausblicke in Täler mit Orangen- und Zitronenhainen und die Dorfzentren verzaubern durch ihre kleinen, verwinkelten Gassen. Trotz Tourismus haben die meisten Dörfer ihren unverfälschten Charme erhalten und Ursprünglichkeit wird weiterhin gelebt.

Ein Überblick über einige Besonderheiten der Dörfer Mallorcas:

Artà ist eine Schönheit im Nordosten von Mallorca. Auf einem Hügel befindet sich die Wallfahrtskirche Sant Salvador und bietet Aussicht auf das Dorf und die darunterliegende Landschaft bis hin zur Küste. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Artà ist das Rathausgebäude. Auch bekannt ist Artà für die gute Küche ansässiger Restaurants. Gleich nebenan liegt das verträumte Dorf Capdepera, welches in der Bronze- und Römerzeit errichtet wurde.

Wildromantisch, kunstgeprägt und mit eigenem Kiesstrand; das ist Deià. Der Ort an dem Kreativität gelebt wird – heute wie auch früher. Das Dorf ist die ehemalige Lebensstätte von Robert Graves. Über die Hälfte der Dorfbewohner sind Ausländer. Für abendliche Unterhaltung wird regelmäßig mit Musikveranstaltungen gesorgt.

Als schönstes Dorf Spaniens wurde Fornalutx mehrmals ausgezeichnet. Es wirkt wie ein Freilichtmuseum; umgeben von Feigen- Oliven- Zitronen- und Orangenbäumen.

Für seine Terrassengärten aus der arabischen Zeit ist das Dorf Banyalbufar bekannt.

Der Wochenmarkt von Sineu zieht ganz Mallorca an. Hier bekommt man alles. Blumen, Lederwaren, süßes Gebäck, Orangen und Oliven zum Spotpreis und selbst das Hausschwein. Gut Speisen läßt es sich in den traditionellen Kellergaststätten.

Das erste Tourismusziel Mallorcas war früher Pollenca. Die große Plaza kann wohl als eine der Attraktivsten Mallorcas bezeichnet werden. Darunter liegt das Dominikanerkloster Claustre del Convent Santo Domingo mit kleinem Park und einem alten Wasserschöpfrad. Kulturelle Vielfalt bietet das Dorf durch Musikfestivals, Museen, und Galerien.

Das Schönste an den Dörfern auf der Insel Mallorca aber ist, dass das Meer mit seinen Stränden nie weit entfernt ist.